Du stehst an einem Gewässer. Dein Blick umfasst einen Uferabschnitt: Pflanzen, eine Wasserfläche, vielleicht ein Tier. Du siehst einen Ausschnitt aus einem Zusammenhang.
Die Beobachtung beginnt dort, wo du etwas eindeutig bezeichnest. Was betrachtest du? Von wo aus? Zu welchem Zeitpunkt? Welche Bedingungen sind dir sichtbar, und welche bleiben offen?
Das Fenster und der Gegenstand
Ein Bildrahmen begrenzt das Sichtbare. Die Grenze eines Untersuchungsgegenstandes muss dagegen aus der Frage und den relevanten Beziehungen begründet werden. Wasser kann von außerhalb zufließen; eine Veränderung kann vor deinem Beobachtungszeitpunkt begonnen haben.
Genau hinsehen, Deutungen offenhalten
Du kannst festhalten, was du wahrnimmst, ohne bereits eine Ursache festzulegen. Ein späterer Vergleich eröffnet weitere Fragen. Welche Bedingungen sind ähnlich geblieben, welche haben sich verändert?
Auch eine persönliche Beobachtung hat ihren eigenen Wert. Sie braucht keinen Forschungsstatus, um deiner Orientierung zu dienen.
Alle Orientierungstexte Meine Beobachtung festhalten
